1967 – 1969 Seemänner, Jahrmarkt, Olymp

1. – 3.  Forstfasching

Anfang der 60er Jahre gab es vor der Schließung der forstlichen Hochschule zwei Studentenfaschingsbälle in der Schicklerstraße. 1965 und 1966 wurden unter Leitung von Prof. Dr. Gillwald Faschingsfeste in den Räumen der alten forstlichen Hochschule zum Motto „Akademie – toll wie nie…“ organisiert.

Daraus ist eine „Faschingskommission“ hervorgegangen, die in den Folgejahren alle Feste vorbereitete, organisierte und durchführte. Zur ersten Faschingsveranstaltung im „Schuppen“ , dem „Seemannsfasching“ im Jahr 1967 reichte noch ein halber Saal, um der Kartennachfrage gerecht zu werden. Tische und Stühle standen hinter einer Kaimauer aus Pappe im großen Saal.

Im ersten Faschingsrundschreiben vom 23. Januar 1967 heißt es: „Am 10. Februar´67 findet im Kreiskulturhaus unter Anwesenheit aller Beteiligten das erste Faschingsgroßexperiment als komplexes Masken- und Kostümfest der drei vereinigten Eberswalder Akademieinstitute statt. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass jeder Institutsangehörige nur einen Gast aus seinem engsten Verwandten- oder Bekanntenkreis mitbringen kann. Durch die persönliche Unterschrift auf den Karten und in den Listen ist gewähleistet, dass fremde Personen (außer dem o.g. Kreis) keinen Zutritt erhalten. Der Einlass wird durch Vertreter der Bereiche kontrolliert. Fremde werden exmatrikuliert (Definition nach Absprache).“

1968 wurde auf dem „Jahrmarkt der Kostbarkeiten“ so manches feilgeboten. Was es genau war, weiß heute niemand mehr. Ist einfach zu lange her.

„Vom Hades zum Olymp“ zu kommen, war schon 1969 nicht leicht. Einige Faschingsgänger wähnten sich nach etlichen, nektargleichen, hochprozentigen Getränken dort. Wie lange allerdings dieses Gefühl anhielt, ist nicht überliefert.

Viel Arbeit, starke Nerven und gutes Organisationstalent waren notwendig, um so zwanglose Veranstaltungen vorzubereiten. Das war damals nur durch die vielen freiwiligen Helfer aus den Instituten (Forstwirtschaften, Bodenkunde, Pflanzenschutzforschung) sowie den Betrieben der Stadt, vor allem der Maler-PGH „Drei Schilde“ und den „Elektrikern“ des DLK Eberswalde möglich.

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