die 80er

Bei den "OLYMP" ischen Spielen 1980 wollten wir es zunächst den Athleten der Arenen gleich tun - keusch und ohne Alkohol, aber immer mit körperlichen Höchstleistungen. Zu fortgeschrittener Stunde wurde aber nur einigen Bewohnern des Olymp nachgeeifert: Bacchus, Venus, Leda dem Schwan, Aphrodite, Phallus und Wurzelpeter...

In der folgenden Kampagne von 1981 wurden gleich "1001 Nacht" durchgemacht. Es wurden zwar auch Märchen erzählt, aber meistens hart am Frohsinn und an der Partnerin (oder an mehreren oder von mehreren) gearbeitet.


Dem aktuellen Zeitgeist huldigten die Faschingsanbeter dann 1982 bei "Rock & Pop". Frenetisch jubelten sie namhaften Künstlern, wie The Middle of the Herbert-Roth-Group, Jo Kurzweg und den Dagmars, sowie den The Yes-Jahoda-Singers zu.


1983 ging´s wieder zu den Wurzeln uralten Brauchtums, dem "Närrischen Treiben um die Zeitenwende". Wodan, Donar, Freia und Loki zogen ausgelassene Germanen in zahlreiche dunkle und kuschelige Höhlen oder verweilten mit ihnen am Limes, auf dem Thingplatz oder auf einem Wikingerschiff.  


Auf dem "Jahrmarkt der Lustbarkeit" gab´s 1984 mit Geisterbahn, Autorennbahn, Frauen ohne Unterleib, Männern ohne Kopf sowie Spielleuten und Clowns eine kunterbunte Faschingsmixtur.


1985 ritten wir trunken in "einer Nacht in Venedig" auf einem Esel durch die Toskana und gondelten zum prächtigen Marcusplatz.


Die Märchen-, Moritaten- und Sagenwelt der Jahrgänge 1986 unter dem Quartett "Himmel, Hölle, A... und Zwirn" und 1987 "Dieses war der sexte Streich - folgt der nächste also gleich?" wurde mit dem Eigenheim der Witwe Bolte in Originalgröße im Saal des Schuppens gestaltet. "Oben auf" klauten die Lumpen Max und Moritz knusprige Broiler, beobachtet von der feschen (oder frommen?) Helene und dem besoffenen Raben Hans Huckebein.


1988 wurden alle feier- und feuerwütigen Eberswalder Ganoven in unerwarteter Weise aus dem traditionellen Schuppen vertrieben. Man teilte uns einen neuen Platz für´s närrische Treiben zu - das "Las Vegas" (zur damaligen Zeit traditionelles Haus Nr.1 der Kultur, das Gebäude steht heute leer). Jetzt wurde offiziell in drei Etagen gefeiert. Da ging schon mal wer aus den Augen und aus dem Sinn. 


Klassisch-turbulent ging es 1989 auf dem "Bunten Operettenball" zu. Von Orpheus in der Unterwelt reisten wir mit dem Vogelhändler und einer Fledermaus zu Fau Luna in den 7. Himmel.